Dies ist eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für die Beantragung von Förderung im Rahmen des Förderprogramms #takethat beim Fonds Darstellende Künste

Registrierung

unter https://onlineantrag.fonds-daku.de/ findet sich die Registrierung als Antragsteller beim Fonds Darstellende Künste.

Nach erfolgreicher Registrierung oder Anmeldung gelangt mensch auf die Übersichtsseite, in der die verschiedenen Antragsformulare einzeln auswählbar sind. Hier können auch alle begonnenen Anträge eingesehen, weiter bearbeitet und abgeschickt werden.

Grundsätzliches zu allen Förderprogrammen in #takethat

Der Fonds hat grundsätzliche Regularien veröffentlicht. Die wichtigsten daraus hier nochmal zusammengefasst:

  • Antragsteller*innen müssen seit mind. 2 Jahren kontinuierlich professionell tätig sein
  • bei einer(!) der beantragenden Personen: KSK-Mitgliedschaft ODER Einnahmenliste der küsntlerischen Tätigkeiten aus 2018, 2019 oder 2020 mit 2 exemplarischen Rechnungen
  • 10% Eigenanteil müssen eingebracht werden – das können auch Mittel von Bundesländern oder Kommunen sein, auch Spenden oder Sponsoring und sogar unbare Eigenleistungen (pro geleistete Stunde 15,-€, nachzuweisen per Stundenzettel)
  • Die Honorare sollten sich an der Honoraruntergrenzeempfehlung orientieren (2.490€ brutto für KSK-versicherte Berufsgruppen; 2.875€ brutto für Nicht-KSK-versicherte Berufsgruppen)

Außerdem wichtig:

  • die Förderung ist online zu beantragen – alles was nach der Frist hochgeladen wird, wird nicht berücksichtigt. Die Frist gilt am Datum bis 23:59Uhr desselben Tages.
  • Antragstellende können in mehreren Programmen von #takethat gleichzeitig beantragen – nicht aber dasselbe Projekt!
  • innerhalb eines(!) Förderprogramms (z.B. #takeAction – Figurentheater) darf pro Antragsteller*in nur 1 Projekt beantragt werden
  • eine Ko-Finanzierung des beantragten Projekts durch NEUSTART KULTUR Programme ist nicht möglich, wohl aber können Antragsteller*innen verschiedene (!) Projekte in NEUSTART KULTUR und #takethat beantragen.

Tipps für die Vorbereitung eines Antrags

Konkretisierung der Projektideen

Wie mensch einen Pitch vorbereiten kann und welche Fragen grundsätzlich hilfreich sind, um das eigene Projekt klar und schlüssig zu formulieren, dazu haben wir Tipps in unserer Langen Nacht der Anträge gegeben – das Arbeitsmaterial könnt ihr euch hier ansehen. Mit dabei auch ein Handout zum pitchen.


Auswahl des richtigen Förderprogramms

Auch wenn Künstler*innen und Ensembles in ihrer jeweiligen Zusammenstellung (!) je einen Antrag pro Förderprogramm stellen dürfen, lohnt sich natürlich die Überlegung, in welchem Förderprogramm die Erfolgsaussichten am größten sind. Da #takethat darauf ausgerichtet ist, die bereits erfahrenen künstlerischen Akteure und damit die Freie Szene als solches zu erhalten, achtet die Jury sehr wahrscheinlich auch auf die Berufserfahrungen und die Fachkenntnis. Es empfiehlt sich daher, in #takethat keine neuen, super unspezifischen Ideen verwirklichen zu wollen, sondern tatsächlich an der Fortschreibung der professionellen Tätigkeit zu arbeiten. Die Ausschreibung kann auch verstanden werden als Förderung mit verringertem Innovationsdruck – obgleich natürlich Weiterentwicklung wünschenswert ist.


Finanzierung der Arbeit

Der Fonds Darstellende Künste legt in seinen Regularien fest, dass die Projekte sich mindestens an den Standards der Honoraruntergrenze orientieren sollen. Außerdem bittet der Fonds um die Verwendung ihre Vorlage eines Kosten-und Finanzierungsplans.

Wer nicht sicher ist, welche Honorare für welche Leistungen angemessen sind, kann sich in dieser Vorlage Anregungen holen: sie versammelt Berufsprofile für eine durchschnittliche Produktion in den freien darstellenden Künsten und gibt (basierend auf Erfahrungswerten) erste Hinweise, welche Aufgaben in welchem Berufsprofil üblicherweise anfallen und wie viele Stunden mindestens anzusetzen wären. Achtung! Die Datei berechnet das Gesamthonorar automatisch und sollte nur in der Spalte der kalkulierten Stunden und der Zelle mit dem zugrunde gelegten Stundensatz bearbeitet werden.


Muster für die Selbstdarstellung

Hier folgt in Kürze ein kurzer Fragenkatalog mit Hinweisen, wie eine solche positive Selbstdarstellung aussehen könnte.


Förderkatapult des Landesverbands freie darstellende Künste Bremen

Unsere Kolleg*innen vom Landesverband freie darstellende Künste Bremen haben eine Tage der offenen Tür im Antragsbüro geplant (#Stadtstaaten!). Solidarisch wie Frederieke Behrends und Tobias Pflug sind, bieten sie bundesweit agierenden Kolleg*innen an, digital Teil der Veranstaltungen zu werden (Anmeldung via Mail). In der Folge finden sich Wochenprogramm und Zeitleiste der Angebote.


#takethat Beantragung

Basisdaten zum Projekt

Zunächst sind die basalen Angaben zum Projekt zu hinterlegen. Wichtig hier vor allem, dass eine der künstlerisch Projektverantwortlichen in der KSK aktiv versichert ist oder aber via Jahreseinkommensnachweis (2018, 2019 oder 2020) + 2 exemplarische Rechnungen aus dem Jahr die Professionalität im Sinne einer selbstständigen Berufstätigkeit in den darstellenden Künsten nachweisen kann.


Kurzvitae und Kurzprojektbeschreibung

In den Informationen zu den beteiligten Akteur*innen bietet es sich an, einen Miniabriss zu den künstlerischen Vitae zu geben. Im Rahmen der #takethat Förderung ist zwar das Kriterium der bundesweiten Relevanz aufgeweicht worden, dennoch wäre klug, an dieser Stelle bereits die Aspekte der künstlerischen Biografie zu erwähnen, die überregionale, bundeslandübergreifende, bundesweite oder internationale Bezüge herstellen.

In der Beschreibung des Vorhabens verzichtet bitte auf den Satz „Siehe beigefügte ausführliche Projektbschreibung“ und bemüht euch darum, das Vorhaben wie in einem 30sekündigen Elevatorpitch vorzustellen.

**Tipp! Als Projektbeginn empfiehlt sich ein Datum ab/nach dem 01.01.2021. Denn erst muss die Jury alle Anträge sichten, tagen und entscheiden.


Informationen für die Öffentlichkeit

Im folgenden Absatz der Beantragung gefragt wird eine Darstellung des Vorhabens, die der Fonds auf seiner Homepage oder in anderen Medien nutzen kann. Habt keine Sorge, dass Fehlangaben hier zu einem Ausschluss führen könnten, diese frühzeitige Informationsabfrage hilft dem Fonds DaKu dabei, im Falle einer Förderung schnell wesentliche Informationen distribuieren zu können.

Erinnert euch: in der Ausschreibung ist angegeben, Premierendaten können(!) auch nach dem Förderzeitraum liegen. Es ist also durchaus zulässig, wenn ihr eure Premiere erst für Dezember 2021 plant.

Aber natürlich auch: die Spielorte und die Anzahl der Termine geben dem Fonds DaKu einen Hinweis auf die Bedeutung der Produktion für die jeweilige Region oder sogar für ein Bundesland, mehrere Bundesländer oder den Bund. Je größer das Netzwerk der aufführenden Orte, desto größe die Reichweite der Produktion und damit auch potentiell(!) größer die Bedeutung. Andererseits kann auch eine größere Anzahl an Terminen vor Ort die Relevanz und Reichweite ergeben – aber eigentlich nicht in die überregionale Dimension, die ja durchaus für den Fonds von Interesse ist. In diesem Fall sind vielleicht in der Projektbeschreibung Hinweise hilfreich, wie sich die Aufführungen andocken an lokale über überregionale Anlässe, Gegebenheiten oder Veranstaltungen möglicher Partner. So kann durch Zusammenarbeit eine neue Bedeutungsebene erschlossen werden.

**Tipp! Wer das Premierendatum in den Förderzeitraum legt, der sollte auch Einnahmen aus den Aufführungen einkalkulieren – diese müssen dann aber auch verbindlich eingebracht werden. Angegebene Eigenmittel können im Nachhinein aber auch immer in Drittmittel umgewidmet werden.


Verweise auf vergangene künstlerische Arbeit

Die Frage nach Sparte (Auswahlmenü) und Format (Freitextfeld) fokussiert zunächst die beantragte Produktion. Hier ist für den Fonds interessant, bereits eine Vorstellung davon zu erhalten, welche Form das beantragte Projekt am Ende haben könnte. So wird es dem Fonds auch möglich, eine möglichst große künstlerische Bandbreite zu fördern.

Die beispielhaften Produktionen geben dem Fonds nicht nur einen Eindruck vom künstlerischen Profil der Antragstellenden und von der Regelmäßigkeit der Berufstätigkeit, sondern auch von ihrer Reichweite (Ort der Premiere und ggf. weitere wichtige Aufführungsorte) und ggf. künstlerischen Relevanz (je nachdem, an welchen Orten aufgeführt werden konnte).


Finanzierungsübersicht

Um eine erste Übersicht über die Kosten des geplanten Vorhabens zu erhalten, bittet der Fonds um eine Übersicht. Achtung! Es empfiehlt sich, von Anfang an die geplanten Kosten und Einnahmen in der Vorlage des Fonds (klick) einzutragen – dadurch erschließt sich die Sortierungslogik des Fonds schnell.

Unter Personalkosten werden alle an natürliche Personen gezahlten Honorare gesammelt – auch solche, die für Dienstleistungen zuständig sind, die nicht direkt in den Produktionen sichtbar sein werden: Techniker*innen, Grafiker*innen, etc.

Unter Sachkosten können auch investive Kosten für Anschaffung und Erhalt von z.B. Technik oder andere Gebrauchsgüter angegeben werden – aber Achtung: solche Anschaffungen dürfen in Summe nicht mehr als 30% der beantragten Förderung (nicht Gesamtetat des Projekts!) darstellen.

Von den Sachkosten abzugrenzen (und also nicht darin bereits aufzuführen) sind Kosten für Öffentlichkeitsarbeit und Kosten für sonstiges, was nicht den direkten Sachkosten für die Produktion und ihre Aufführungen entspricht.

**Tipp! Eigenmittel müssen(!) zu Antragsfrist gesichert sein. Sie können aber nachträglich auch durch weitere Drittmittel umgewidmet werden.


KSK-Versicherungspflicht

Für die Antragstellenden in den Programmen von #takeAction gilt die KSK-Versicherungspflicht (oder der Nachweis über die künstlerische Selbstständigkeit anhand eines Einkommensnachweises aus 2018, 2019 oder 2020) für mindestens eine künstlerisch verantwortliche Person. Im Förderprogramm #takeCare gilt dies selbstverständlich als notwendiges Kriterium für jede Person, da es als personenbezogenes Stipendium verausgabt wird.


anzufügende Daten

Wie bei jedem Antrag gehören auch bei den Programmen von #takethat eine Projektbeschreibung sowie ein Kosten- und Finanzierungsplan zu den basalen Elementen. Der Fonds liefert für den Kosten- und Finanzierungsplan eine Mustervorlage (klick), die Projektbeschreibung ist – wie so oft – das Abbild sehr individueller Arbeitsweisen. Wir empfehlen immer einen Blick in die FIBEL FÜR FREIES THEATER – Projektskizze (klick) als generelle Einführung – konkrete Methoden zur Konkretisierung und Straffung eurer Vorhaben finden sich weiter oben (klick).

Nachweise über Kofinanzierungen sind keine Notwendigkeit – allerdings können die geforderten 10% auch über Drittmittel in die Projekte eingebracht werden und müssen nicht auf Eigenmitteln bestritten werden.


Selbstdarstellung

Die Selbstdarstellung ist eine gute Gelegenheit, einen Einblick in die künstlerische Vorerfahrungen zu geben.


Und immer gilt: wer individuellen Beratungsbedarf hat, meldet sich bitte bei unserem Bratungsteam:

#takeAction

Sprech- und Musiktheater, Performance, Festivals
Tom Wolter (Mail) oder Tom Wolter (Homepage)
Janek Liebetruth (Mail) oder Janek Liebetruth (Homepage)

Figuren- und Objekttheater &
Theater für Junges Publikum

Kerstin Dathe (Mail) oder Kerstin Dathe (Homepage)
Michael Morche (Mail) oder Michael Morche (Homepage)

Semiprofessionelle Theater und Freilichtbühnen
Michael Morche (Mail) oder Michael Morche (Homepage)

Tanz
Silke Neumann (Mail) oder Silke Neumann (Homepage)

Theater im öffentlichen Raum, Zeitgenössischer Zirkus sowie off-Tourneetheater
Maria Gebhardt (Mail)

#takePlace
Tom Wolter (Mail) oder Tom Wolter (Homepage)

zu #takeCare
können grundsätzlich alle Beratenden Auskunft geben.