Nebenwirkungen erwünscht – Theaterspielen in der Schule

Fachvortrag im Rahmen des 20. regionalen Schültertheatertreffens in Quedlinburg

Termin: 06. Juni 2019 17.30 – 19.00 Uhr
Referentin: Prof. Dr. Ingrid Hentschel
Ort: Neue Bühne Theater Quedlinburg, Marschlinger Hof 17, 06484 Quedlingburg

Wer selbst dabei war ist zumeist begeistert, Außenstehende dagegen zucken die Achseln: Warum soll die kostbar knappe Unterrichtszeit in der Schule mit Theaterspielen verbracht werden? Gibt’s nichts Wichtigeres? Die Bielefelder Theaterwissenschaftlerin Ingrid Hentschel sagt „nein!“ Theater zu spielen bringt nicht nur Lebensfreude, es stärkt die Gemeinschaft, lässt Lehrer und Schüler zusammenrücken und kann manchen Eltern die Augen öffnen über ihre Kinder und darüber, wie sie die Welt sehen. 

Der Vortrag behandelt aktuelle wissenschaftliche Studien zu Wirkung und neuen Formaten des Theaterspielens mit Kindern, in denen sie ihre eigenen Erfahrungen einbringen können. Neben der Förderung von Kreativität, selbstständigem Denken und  konfliktlösendem Verhalten, gehören auch Teamgeist und Demokratiefähigkeit zu den erwünschten Nebenwirkungen des Theaterspiels, von denen Schule und Gesellschaft profitieren.

Ingrid Hentschel, Professorin für  Theater, Spiel und Kultur an der Fachhochschule Bielefeld, hat sich in vielfältigen Publikationen mit den Fragen von Ästhetik und Pädagogik durch und mit dem Theaterspiel beschäftigt. Zuletzt erschienen:Theater zwischen Ich und Welt. Beiträge zur Ästhetik des Kinder- und Jugendtheaters. Theorien -Praxis – Geschichte. Bielefeld 2016 und Die Kunst der Gabe. Theater zwischen Autonomie und sozialer Praxis. 2019

Anmeldungen bitte per Mail an Anja Grasmeier (Theaterpädagogin Nordharzer Städtebundtheater) bis zum 31.5. an:
theaterpaedagogik@nordharzer-staedtebundtheater.de