Fort- und Weiterbildungen

Das Modellprojekt bietet ein begleitendes Fort- und Weiterbildungsprogramm, um Qualifizierungsimpulse zu setzen und eine kollegiale Vernetzung im Bundesland Sachsen-Anhalt anzuregen. Spezielle Input- und Workshop-Angebote wenden sich an die unterschiedlichen Zielgruppen im Bereich der Theaterpädagogik und ermöglichen eine grundlegende Stärkung der Theaterszene.

 

Netzwerktreffen

Die Netzwerktreffen fördern einen standortübergreifenden fachlichen Austausch über Arbeitsbedingungen, Arbeitsweisen sowie innovative pädagogische und ästhetische Konzeptionen. Ziel ist eine nachhaltige Vernetzung aller fest engagierten und freiberuflich tätigen Akteure im Bereich Theaterpädagogik.

Das erste Netzwerktreffen fand am 1. Dezember 2015 im Forum Gestaltung in Magdeburg statt. Den Impuls setzte der Workshop zu zeitgenössischen Inszenierungskonzepten von Stefanie Heiner und Matthias Spaniel, der verschiedene Ansätze einer zeitgenössischen Theaterpädagogik vorstellte und in ersten praktischen Annäherungen Ideen für die eigene Probenarbeit lieferte. Anschließend folgte eine praktische Gruppenarbeit, in der die Teilnehmer zur gemeinsamen Themenfindung und zum Zusammentragen verschiedener Inszenierungsideen angeleitet wurden.

Erstes Netzwerktreffen am 1. Dezember 2015 (Fotograf: Ray Behringer)

Erstes Netzwerktreffen am 1. Dezember 2015 (Foto: Ray Behringer)

 

Am bundesweiten Tag der Theaterpädagogik, dem 15. April 2016, fand das zweite Netzwerktreffen im Forum Gestaltung statt. Theaterpädagogisch arbeitende Akteure aus ganz Sachsen-Anhalt kamen in Magdeburg zusammen, um die Projekte ihrer Kollegen besser kennen zu lernen und sich gegenseitig Impulse und Motivation für ihre Vorhaben zu geben. Im Hinblick auf das erste Netzwerktreffen konnte diese Gesprächsrunde durch andere Akteure mit neuen Blickwinkeln erweitert werden. Vertreter_innen des Puppentheaters (Magdeburg), des kurtheaters bitterfeld e.V. (Dessau-Roßlau), des Theaters der Altmark (Stendal), des Theaters Naumburg sowie viele freie Theaterpädagog*innen aus Sachsen-Anhalt traten in einen sehr regen Austausch über ihre vielfältigen Projekterfahrungen und mögliche Kooperationen untereinander. Darüber hinaus wurden die Bedarfe fachlicher Weiterbildungen diskutiert, die LanZe mit in die Planung der Fort- und Weiterbildungen einbezieht. Ein besonderer Fokus lag auf der Arbeit mit geflüchteten Kindern und Jugendlichen, die einen zunehmend größeren Stellenwert in der theaterpädagogischen Praxis einnimmt.

Netzwerktreffen

Zweites Netzwerktreffen am 15. April 2016 (Foto: Nadine Graul)

Grundsätzlich sind die Netzwerktreffen des Modellprojektes auf eine Nachhaltigkeit für die gesamte Szene in Sachsen-Anhalt ausgelegt. Von diesem Netzwerk sollen weitere Impulse für eine Stärkung der Theaterpädagogik im Land ausgehen. Gemeinsames Ziel aller Teilnehmer ist die Fortführung des Projektes in 2017, um die geschaffenen Potenziale noch weiter zu verstärken und eine nachhaltige Qualitätssicherung zu gewährleisten.

 

Qualifizierungsprogramm

Im Rahmen verschiedener Veranstaltungen erhalten die Theaterpädagogen die Möglichkeit, sich ganz gezielt weiterzubilden und zu informieren. Die fachlichen Impulse orientieren sich am konkreten Bedarf der einzelnen Akteure und Szenen. Zum Angebot gehören: Impulsreferate, Workshops und Fachseminare.

Mit der ersten Fortbildung „Dschungel-Camp – Infos und Hilfestellungen zum (Über)Leben im theaterpädagogischen Dickicht“ am 2. Oktober 2015 gelang ein gelungener Auftakt des Modellprojektes. Zusammen mit dem Geschäftsführer des Bundesverbandes für Theaterpädagogik Raimund Finke, Theaterpädagogin und Spiellleiterin Lisa Ostendorp sowie Autorin und Kommunikationstrainerin Maria Havermann-Feye hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, sich über Marketingstrategien und Verdienstmöglichkeiten auszutauschen. Wichtige Themenschwerpunkte waren Freiberuflichkeit und KSK sowie der Ausschuss TIBA! Theaterpädagogen/-innen in Ausbildung und Berufsanfang.

Am 31. Oktober 2015 gab der renommierte Regisseur und Gründer des Theaterkollektivs lunatiks produktion Tobias Rausch einen Workshop zum Thema „Recherche, Interview, Theater – Praxisworkshop zu Recherche-techniken bei Theaterprojekten“. Darin stellte er einige grundlegende Recherche- und Interviewtechniken vor und probierte diese anhand praktischer Übungen mit den Teilnehmern aus. Aufgrund der großen Nachfrage ist im nächsten Jahr 2016 ein zweiter Teil des Workshops angedacht, der sich verstärkt mit der praktischen Anwendung von Recherchetechniken beschäftigt.

Workshop mit Tobias Rausch am 31. Oktober 2015 (Fotograf: Ray Behringer)

Workshop mit Tobias Rausch am 31. Oktober 2015 (Foto: Ray Behringer)

 

Ferienwerkstätten

In den Herbstferien 2015 fanden sieben theaterpädagogische Werkstätten für Kinder und Jugendliche aller Altersstufen statt. Unter professioneller Anleitung erhielten sie künstlerische Impulse, um die vielfältigen Möglichkeiten des Theaterspielens zu entdecken. Gleichzeitig gaben die Theaterwerkstätten freien Raum zum Improvisieren und Entwickeln eigener Ideen.

Unbenannt

Ferienwerkstatt „Ronja Räubertochter – Ein Musical“ im Oktober 2015, Ensemble Theatrum Hohenerxleben (Foto: Christiane Friebe)