„Romeo & Julia – nerver forget your first love“ – Aktionstheater Halle e.V.

Projektleitung: Miriam Locker

 

„Liebe und Randale. Es macht einfach Spaß, das, was da ist, zum Leben zu erwecken – so unterschiedlich wir doch alle sind.“ (Miriam Locker)

 

Shakespeares Drama „Romeo und Julia“ wurde von geflüchteten Jugendlichen und deutschen Jugendlichen aus Halle Neustadt neu interpretiert. Innerhalb der Projektgruppe trafen viele unterschiedliche Kulturen und Sprachen aufeinander – insgesamt sieben verschiedene Sprachen. Um eine gemeinsame Kommunikationsebene zu ermöglichen, wurden insbesondere Übungen ohne Worte angewendet.

Foto: Anica Lexow

Die teilnehmenden Jugendlichen tauschten ihre eigenen ersten Erfahrungen zum Thema Erste Liebe aus. Anschließend erhielten sie den Auftrag, ihre Eltern und Familien nach deren Erfahrungen mit erster Liebe zu befragen und Interviews mit Passanten auf der Straße zu führen. In einer zweiten Phase adaptierten die Jugendlichen ihre eigene Lebenswelt und die Rechercheergebnisse der ersten Phase frei in Shakespeares „Romeo & Julia“.

Foto: Anica Lexow

Mittels Improvisationen wurden aktuelle Themen junger Menschen (Hass, Gewalt, Rollenbilder) erarbeitet und in eine theatrale Form gebracht. Die Jugendlichen entwickelten Szenen mit musikalischen und choreographischen Elementen und mehrsprachigen Dialogen.

Es handelt sich um eine modern erzählte Geschichte auf der Grundlage biografischer Erlebnisse der Jugendlichen. Inhaltlich geht es im Stück nicht um zwei Familien, sondern um zwei Schulklassen. Im Gegensatz zum Original von Shakespeare sterben Romeo und Julia in der erarbeiten Inszenierung nicht, sondern werden zusammen alt.

Foto: Anica Lexow