„Nur ein Tag“ – Ines Wilk-Ekim, Aschersleben

Projektleitung: Ines Wilk-Ekim

 

„Wir wollen dafür sensibilisieren, dass man seine Zeit so gut wie möglich nutzt.“ (Ines Wilk-Ekim)

 

Foto: Ray Behringer

Die Erarbeitung einer Inszenierung nach Martin Baltscheits Theaterstück „Nur ein Tag“ hatte zum Ziel, das Thema Leben und Tod anhand eines Theaterinszenierung zu enttabuisieren und den Teilnehmenden die Möglichkeit zu geben, die damit in Zusammenhang stehenden Fragen nach den Geheimnissen des Lebens zu stellen. Was ist Lebenslust? Was ist Lebensglück? Wieso sterben wir?

Das Stück beginnt bereits beim Einlass, denn schon bei der Begrüßung der Kinder agieren die Schauspieler in ihren Rollen. Auf der Bühne erzählt das Theaterstück „Nur ein Tag“ vom Wildschwein und vom Fuchs, die bei einem Picknick am See eine neugeborene Eintagsfliege kennen lernen.

Foto: Ray Behringer

Aus Scham trauen sie sich nicht, der Fliege zu sagen, dass sie nur einen Tag zu leben hat. Stattdessen erfinden sie, dass der Fuchs bald sterben muss und alle drei beschließen daraufhin, dem Fuchs den schönsten Tag in seinem Leben zu bescheren. Dabei durchlaufen sie verschiedene Stadien: Schule – Ehe – Kinder bekommen – Altern – Sterben. Fuchs und Wildschwein begleiten die Fliege bis sie stirbt. Um die Idee des Zusammenhalts auch in der Inszenierung deutlich spürbar zu machen, wird am Ende des Theaterstückes ein  interaktiver Übergang  gewählt. Auf das Zeichen „Kuschelalarm“ suchen alle Kinder untereinander sehr engen Körperkontakt und sind damit Teil der Vorstellung.

Foto: Ray Behringer

Im Im Anschluss an die Stückvorführung folgte eine Nachbereitung in zwei Gruppen, in denen die Darsteller von Fuchs und Wildschwein persönliche Fragen an die Kinder stellten (z.B. Bei wem ist schon mal jemand gestorben?). Diese Art der Reflexion zielte darauf ab, die Kinder bei ihren eigenen Gedanken zu begleiten, um sie mit der Thematik nicht allein zu lassen.