Plötzlich wie im Bienenstock

Am Sonntag hat in Halle (Saale) das inzwischen 25. Schülertheatertreffen (STT) begonnen. Rund 150 Teilnehmer*innen und Mitarbeiter*innen wirken daran mit. Was in den kommenden Tagen geplant ist und was alle Beteiligten erwartet, darüber haben Roberta und Ferdinand von der Redaktion der Festivalzeitung mit Maria Gebhardt gesprochen. Die studierte Kulturwissenschaftlerin ist LANZE-Geschäftsführerin.

 

Was ist das STT eigentlich? 

Maria Gebhardt: Das STT ist das landesweite Schülertheatertreffen mit Werkstattcharakter. Also im Großen und Ganzen ein Theatertreffen für junge Darsteller*innen, die so zum Meinungsaustausch und zur künstlerischen Weiterentwicklung ihrer Arbeitsweisen und Inszenierungsformen angeregt werden sollen. Da sich die Darsteller*innen nicht nur über die gezeigten Inszenierungen, sondern auch in Werkstätten und bei Nachgesprächen untereinander austauschen, hoffen wir, dass dabei auch ein Gemeinschaftsgefühl und eine familiäre Atmosphäre entstehen, die die Teilnehmer*innen gern wiederkommen lassen.

Warum gibt es dieses Jahr mehr Zeit für die Workshops?

Gebhardt: Weil das Festival dieses Jahr 25 Jahre alt wird, es eine neue Leitung gibt und sich mit dieser auch das Konzept geändert hat. Das Schülertheatertreffen soll ein Treffen für euch Spielerinnen und Spieler sein, auch für eure Spielleiterinnen und Spielleiter – gemeinsam, voneinander und miteinander zu arbeiten und Impulse zu bekommen, ist neben den Aufführungen ein wesentlicher Aspekt. Das wollten wir in diesem Jahr unterstützen, indem ein weiterer Tag für Werkstätten eingeplant wurde. Man soll neue Kontakte knüpfen und sich mit anderen über das Theaterspielen austauschen. Und weil Theater immer auch eine Aufführung zum Ziel hat, wird am Abend des zweiten Werkstatttages eine kleine Präsentation im Saal des Neuen Theaters stattfinden.

Gab es Probleme bei der Planung?

Gebhardt: Das größte Problem war, dass erst im Juli der Zuwendungsbescheid vom Land ankam. Für so ein Festival braucht man schon ein  ein halbes Jahr Planung und Vorbereitung, so blieben uns aber nur zwei Monate.

Wie ist das Festival angelaufen?

Gebhardt: Als am Sonntagvormittag alle Schüler*innen ankamen, war das schon ein tolles Gefühl . Man kann es mit einem Bienenstock vergleichen: Auf einmal ist überall Leben dort, wo wir vorher nur Vorstellungen hatten. Das freut uns von der Organisation ganz besonders. Auch nach außen wirkt das: Die vielen Aufführungen stoßen auch auf Interesse von externen Schulklassen. Es sind schon jetzt 50 Karten für eine Aufführung am Dienstag reserviert.