Labor mit Lorenz Hippe und Lutz Pickardt vom 18.-22.10.2018 in Thale

 

 

„Auf Augenhöhe? – Diversitätsbewusste Theaterarbeit mit besonderen Zielgruppen“

Wie können Spielleiter*innen einen Raum schaffen, in dem die Gruppe ein gemeinsames (künstlerisches) Ziel verfolgen kann?

Wie werden sie den unterschiedlichen Persönlichkeiten und Bedürfnissen innerhalb der Gruppe gerecht?

Und wie gelingt es, Widerstände, Störungen und Herausforderungen im Gruppenprozess produktiv zu machen?

Zusammen mit den professionellen Theaterpädagogen Lorenz Hippe und Lutz Pickardt werden die  Teilnehmenden erproben, wie Spielleiter*innen den Rahmen für heterogene Gruppen gestalten können. Das mehrtägige Labor findet im BAUMHAUS in Thale statt, um einen intensiven Arbeitsprozess abseits von alltäglichen Verpflichtungen – einen gemeinsamen tiefGANG – zu ermöglichen.

 

„Produktiver Umgang mit Störungen in der theaterpädagogischen Praxis“

Dem produktiven Umgang mit Störungen gilt in den ersten Tagen mit Lorenz Hippe besondere Aufmerksamkeit: Anhand von Fallbeispielen aus der Praxis der Teilnehmenden wird gemeinsam – mit Methoden u.a. aus dem »Theater der Unterdrückten« und dem »Psychodrama« – nach konkreten Lösungen gesucht. Hyperaktivität, Verweigerung, Lustlosigkeit, aber auch sprachliche Barrieren oder persönliche Besonderheiten sind Herausforderungen, die alle Pädagog*innen im Alltag erleben. Eine Gruppe zu leiten und ihr einen konstruktiven Rahmen zu geben, das ist ein Kunststück für sich. Denn jeder Mensch hat seine individuelle Weise, sich auszudrücken und sich in einer Gruppe Gehör zu verschaffen. Körperliche, geistige oder sprachliche Besonderheiten der Teilnehmer*innen zu berücksichtigen, heißt, sie als Ressourcen anzuerkennen und in den Gruppenprozess einzubinden.

 

„Das Eigene und das Fremde – Diversitätsbewusste Körper- und Bewegungsarbeit“

Im zweiten Teil des Labors wird Lutz Pickardt einen gesonderten Fokus auf Gruppen mit geringer Sprachvoraussetzung legen und gemeinsam mit den Teilnehmenden Handlungskonzepte mittels Körper- und Bildertheater entwerfen. Auf der Basis einer intensiven Auseinandersetzung mit dem Eigenen und dem Fremden und dem, was „Heimat“ für den Einzelnen bedeutet, werden verschiedene Ansätze der Körper- und Bewegungsarbeit erprobt.

 

Das Labor richtet sich an Teilnehmende des Theaterpädagogischen Modellprojekts, an Kolleg*innen aus der schulischen und außerschulischen Theaterarbeit und an Interessierte, die sich näher mit theaterpädagogischen Gruppengestaltungsprozessen beschäftigen wollen.

 

Eine verbindliche Anmeldung bis spätestens 4. Oktober 2018 über das Anmeldeformular möglich. Begrenzte Teilnehmerzahl!

 

Ausschreibung

Anmeldeformular